2.2.17

Ist nicht wahr...


... dass ich tatsächlich ein ganzes Jahr nicht gebloggt habe!

Ich bin täglich nahe dran, hier dicht zu machen, noch umschiffe ich generös den Knopf zum Abschalten. Es ist schwierig allen Leidenschaften gerecht zu werden, zumal mich ein Job, eine Familie mit inzwischen 3 Enkelkindern und 2 alten Herrschaften auf Trab halten. Da müssen Prioritäten gesetzt werden. Mich hier auszubreiten ist keine davon. Aber so ganz möchte ich noch nicht in der Versenkung verschwinden, neue Projekte sind auf dem Plan und die lohnen, auch wieder hier vorgestellt zu werden.

Sieglinde von da-sempre hat mir eine Aufgabe gestellt und das ist Anlass dieses Ding hier zu reaktivieren. Der Gastbeitrag erscheint auf ihrem Blog zum Shop und dort sind auch die Bilder, die ich mir hier aus Zeitgründen spare.


Greenfashion in Berlin
Dass ich meinen Beruf verfehlt habe ist eine Tatsache, die ich mittlerweile gelassen hinnehme. Es hat eine Weile gedauert, das zu akzeptieren, aber mein "good-enough-job" ist zu weit von meiner Leidenschaft entfernt, als dass ich jetzt noch auf der Zielgeraden eine komplette Kehrtwendung hinlegen könnte. Selbstverwirklichung kann auch leichtsinnig sein. Da ich im realen Leben eher auf Nummer Sicher gehe, bleibt mir für das Hobby Mode und Kreativität nur die Freizeit.

Auf meinem Weg rotlilie, mein kleines Stricklabel, zu etablieren, habe ich Sieglinde Graf kennengelernt, erst virtuell, dann im echten Leben und es ist eine schöne inspirierende Freundschaft entstanden. Sie hat mich kürzlich gebeten für da sempre auf der Berliner Fashion Week Trends aufzuspüren und mich umzuschauen. Klar, dass ich diesem Ansinnen gern nachgekommen bin!

Mein Hauptfocus galt der neuen Kollektion von Wiebke Möller. Sieglinde führt ihre Accessoires, vorwiegend Schals, seit Jahren bei da sempre und sie erfreuen sich großer Beliebtheit. Frau Möller kooperiert neuerdings mit Fortschritt Berlin, gestrickt und designt wird nach wie vor in Hamburg. Beide Label bilden eine fantastische Einheit: Wiebke Möller farbenfroh wie eh und je, paart sich mit dem reduzierten Bauhaus-Stil von Fortschritt Berlin. Der Showroom lag abseits des Moderummels und ist gleichzeitig auch Flagship Store. Irgendwie bin ich froh, dass ich nicht als Chefeinkäuferin, sondern nur als Qualitätsprüferin ​am Start war – ich hätte womöglich die gesamte Kollektion geordert….

Der Aktionsradius der Fashion Week ist riesig, die Shows in der gesamten Stadt verteilt, es lag nahe, dass ich mich auf Wesentliches konzentrierte und so fiel die Wahl auf den Greenshowroom, in dem “grüne Mode” gezeigt wurde.

2011 war ich zum ersten Mal in Berlin auf der Modemesse. Die Grüne Mode als Bestandteil der Fashion Week war neu und überschaubar, mit einem exponierten Standort: im Adlon-Hotel. Wenige ausgewählte Label durften ihre Waren in einem Hotelzimmer präsentieren, man befand sich Auge in Auge mit den Designern auf engstem Raum. Später fuhr ich einmal aus Neugierde, ein zweites Mal als Teilnehmerin mit meinem Label rotlilie auf die INNATEX in Wallau, die führende nachhaltige Modemesse Deutschlands. Als Geschäft war das für mich kontraproduktiv, aber ​das Erlebnis, dabei gewesen zu sein, Messeluft von innen zu schnuppern und sich auf dem ökologischen Textilmarkt umzusehen,​ war das finanzielle Desaster wert!

Green Fashion hat seit langem nichts mehr zu tun mit weitschwingenden Leinenkleidern oder Flowerpower-Farben, sondern ist mitten in der modebewussten Gesellschaft angekommen. Das haben inzwischen auch große Marken begriffen, die einen Teil ihrer Kollektionen mehr oder weniger fair produzieren lassen. Ob die Wege immer nachvollziehbar und wirklich ökologisch sind, vermag ich nicht zu beurteilen, für mich zählt aber schon die Absicht.

Längst haben feinste Garne und Stoffe, elegante und schlichte Schnitte, opulente und dezente Farben Einzug gehalten in die Angebotspalette. Ein Paralleluniversum, das den Vergleich zum großen althergebrachten Modegeschäft nicht scheuen muss.

Mit außergewöhnlichen Ideen präsentierten sich viele junge deutsche und internationale Designer, neben Traditionsfirmen​. Besonders beeindruckt hat mich die Einheit von Nachhaltigkeit, gepaart mit landestypischem Design, alter Handwerkskunst und recycelten Materialien: wunderschön großflächig bedruckte indische Tücherkunterbunte textile Gürtel und Accessoires aus Peru , mongolisches Kaschmir, blaubedruckte afrikanische Schals und dänisches Strickdesign in zarten Pastelltönen oder schlicht und elegant, wie man es aus dem Norden gewohnt ist. Es sprengt den Rahmen, Label aufzuzählen, sie sind alle unter dem Link unten versammelt.

Der Greenshowroom beschränkt sich bisher auf 2 Etagen, das wird sich zukünftig vermutlich ändern. Noch strahlt er eine gewisse Gemütlichkeit aus. Man bewegt sich ungezwungen zwischen allen Kojen und hat weniger das Gefühl, gemustert zu werden, als es bei den großen namhaften Labeln der Fall ist. Hier gibt es (noch) keinen Modezirkus, wäre schön, es bliebe noch länger so.

Offensichtlich wurden die Erwartungen auch in diesem Jahr erfüllt: Die ”neuen Kollektionen ernteten viel Beifall. Ein komplett ausgebuchter Postbahnhof, ein deutlicher Besucherzuwachs und begeisternde Kollektionsneuheiten: Der Greenshowroom und die Ethical Fashion Show Berlin konnten im Januar 2017 auf ganzer Linie punkten…..” heißt es im neuesten Newsletter.

Kleiderkauf gehört zu meinen Leidenschaften, ​ob ​als Beraterin​ oder nur zum Stöbern. Soviel Mode auf einmal​ macht aber dann schon eine Weile satt und mein Gedächtnis für unwichtige Dinge hat wieder eine Fülle neuen Stoff bekommen.

Danke Sieglinde, du kannst im Sommer ​wieder auf mich zählen!






31.1.16

7 Blogerinnen sehen rot - Klappe, die zweite



Mir hat der Ausflug in die Modebloggerwelt so großen Spaß gemacht, dass ich mich nochmals aufschwingen möchte zu einem kleinen Beitrag! 
Ich bedanke mich für die netten Zuschriften von Euch und dass ihr meinem Blog zu zahlreichen Klicks verholfen habt und möchte euch beschenken mit diesem Kragen, der in meiner kleinen Werkstatt entstanden ist:


Gestrickt ist er aus weicher Schurwolle mit Farbverlauf, ihr könnt ihn mit den linken Maschen  
oder
den rechten Maschen nach außen tragen. Er ist lang genug, um ihn auch als Kapuze über die Ohren zu ziehen. Und wie ihr seht, passt er auch zu ROT!



Ich verlose den Kragen. Es gibt ihn nicht ganz umsonst. Wer in den Lostopf kommen will,  sollte hier unten einen Tipp hinterlassen zum Thema: wie kann ich dieses rote Teil stylen? Das Losungswort, dass in euren Kommentaren auftauchen sollte ist "Rotstil"


Ich habe mit dieser roten Tunika aus Wollboucle nämlich so meine Schwierigkeiten. Ursprünglich hatte ich den Stoff gekauft, um daraus ein Kleid zu machen, ähnlich einem Vorbild aus der Brigitte. Leider hat er für die Länge nicht gereicht. Jetzt hängt das gewollt - und - nicht - gekonnte - Kleid im Schrank und frönt ein liebloses Dasein. Das soll sich ändern, denn die Farbe ist toll, die Qualität ebenso.
Ich wünsche mir von euch Ideen, was ich dazu tragen könnte. Es geht mir bis zum halben Oberschenkel, auf alle Fälle muss was drunter. Was mir gefällt, kann ich euch später gern präsentieren!
Viel Spaß!
Nachtrag:
Ela hat am Sonnabend eines ihrer Schrankmonster vorgestellt, das passt ja wunderbar hierzu, selbstverständlich dürfen auch alle Tipps liefern, die nichts gewinnen möchten!

Teilnahmebedingungen

  • Hinterlasst ab dem 31. Januar 2016 bis zum Freitag, den 5. Februar 2016 um 23:59 Uhr deutscher Zeit einen Kommentar bei diesem Beitrag, in dem Ihr mir Tipps gebt, zum Styling der roten Tunika. Jeder, der einen Kommentar schreibt, der das Kennwort "Rotstil" enthält, wird bei der Verlosung berücksichtigt.
  • Bitte gebt beim Kommentieren eine gültige E-Mailadresse an, an die ich die Gewinnbenachrichtigung schreiben darf.
  • Die Gewinner_in wird aus allen Teilnehmern innerhalb von 2 Tagen nach Ablauf der Teilnahmefrist von mir ausgelost und per E-Mail benachrichtigt.
  • Teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und eine Empfängeradresse in Deutschland hat.
  • Der Ausgang der Blogaktion ist unabhängig von Erwerb von Produkten und Dienstleistungen.
  • Ansonsten gelten meine üblichen Bestimmungen.
  • Teilnehmer_in erklären sich damit einverstanden, dass ihr Kommentar-Name im Fall des Gewinns auf der Webseite www.rotlilie.blogspot.de veröffentlicht wird
  • Wenn ich nicht innerhalb von 2 Tagen von der Gewinner_in per E-Mail eine Antwort als Bestätigung erhalte, lose ich neu aus.
  • Keine Barauszahlung / kein Umtausch / kein anderes Produkt möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.






27.1.16

7 Bloggerinnen sehen Rot



Rot ist meine Lieblingsfarbe - nicht umsonst heißt mein Stricklabel rotlilie.

Wo sonst nur die Stricksachen sprechen, präsentiere ich mich heute selbst. Dank Ines, die das Motto oben ausgerufen hat und in deren Blog ich ab und an Kommentare hinterlasse!

Claudia hat gestern in ihrer Collage ausführlich Rot als Signal und diverse Aspekte seiner Wirkung beschrieben.
Ich möchte mich auf meinen individuellen roten Stil beschränken.

Wir reden hier von dem, was man allgemein unter Knallrot versteht! Das geht bei mir fast immer, auf alle Fälle in Beiwerken: Mützen, Schals, Handschuhe, Socken, Strumpfhosen. Selbstverständlich stricke ich auch gern in Rot: Schals, Kragen und Pulswärmer, diesen Pullunder und das Stirnband. Gerade wurde eine schöne Zopfmustermütze fertig und aus dem Rest rotschwarze Stulpen.

Merion/Cotton/Alpaca



Merino/Cotton bei da-sempre

Ich bin ein klassischer Wintertyp. Roter Lippenstift, rote Nägel - passt prima, aber wenn ich unausgeschlafen bin und selbst Makeup nicht hilft, das zu verbergen, mag ich keine rote Farbe im Gesicht. Meine schmalen Lippen rot geschminkt verändern mein Aussehen komplett.

Rot als Schalter für gute Laune funktioniert bei mir nicht so ohne weiteres. Rot ist für mich eindeutig Statement, ich bin kein "leises Mädchen", die Farbe unterstreicht in jeder Hinsicht meine Persönlichkeit. Es liegt nahe, dass ich nicht nur rote Accessoires verwende, sondern wenn, dann richtig klotze! Aber nicht immer, sondern nur, wenn ich innerlich auch auf Rot gepolt bin.

Mein Kleiderschrank ist gut mit roten Stücken gefüllt, vom roten Daunenmantel über roten BH bis zu roten Stiefeln ist fast alles dabei. Insofern fiel die Entscheidung für die Präsentation nicht leicht, letztlich habe ich mich hier für zwei Rot-Graue alltagstaugliche Outfits entschieden.

Normalerweise wähle ich nur ein kräftiges Teil, um nicht zu übertreiben. In der Kombination mit Grau finde ich aber beide Varianten durchaus passend. Grau neutralisiert und ist nicht so kontrastreich wie schwarz.

Hose Marccain, Pullover Lanius, Mantel und Tuch SaxonyDucks


Dieser Hose konnte ich im Geschäft nicht widerstehen. Sie ist aus einer warmen Woll-Kaschmirmischung. Die Pünktchenumschläge geben ihr einen leicht verspielten Touch, ich mag solchen Twist ganz gern. Feingemacht trage ich eine cremeweiße Seidenbluse dazu und einen schwarzen Kurzblazer. Der graue Mantel ist ein Lieblingsstück des letzten Winters, erworben in Leipzig, von einer jungen Designerin.

Rock Avoca, Shirt Eva&Claudi, Jacke Sarah Pacini


Ich liebe Kleider und Röcke. Die Jacke ist leicht und kuschelig warm, der Rock ein Allrounder für alle Jahreszeiten, das Shirt ebenso. Ursprünglich wollte ich eine grau-schwarzgemusterte Strumpfhose nehmen, habe aber klassisch schwarz gewählt, um eine Brücke zu meinen sehr dunklen Haaren zu schlagen. So ist die Körpermitte stabil eingerahmt und die graue Fläche der Jacke hellt das Ganze wieder etwas auf.

Auf knallroten Lippenstift und Nagellack habe ich bewusst verzichtet, das ist mir mit dieser Kombination persönlich to much!
Mein Favorit für den Sommer ist eindeutig der maritime Touch: Rot-Blau und Rot-Weiß, bevorzugt geringelt! Für den Winter liebe ich wie hier gewählt Rot-Grau, Rot-Schwarz, wenn es besonders deutlich und auch anlassgemäß sein soll. Ich mag nicht Rot und Gold (außer natürlich bei Schmuckstücken) und nicht mehr Rot und Pink. Das war ja einige Saisonen lang sehr angesagt.

Bei den Überlegungen für dieses Post habe ich festgestellt, dass mir durchaus rote Basics fehlen: ich habe keine (knall)rote Handtasche, kein rotes Sommerkleid. Eine neue schöne rote Strickjacke könnte auch mal wieder bei mir einziehen, vielleicht wird das ein nächstes Nadelprojekt - Kaschmirwolle, in Rot am liebsten!


Hundertprozent Kaschmir


Das Sofa unterm Küchenfenster lässt erkennen, dass ich auch zu Hause gern kräftige Farbakzente setze. Bis vor kurzem stand hier ein rotes. Irgendwo liegt immer ein rotes Kissen, ich schlafe in rot(karierter) Bettwäsche, lümmle im schottenkarierten Hausmantel auf dem Sofa rum und liiiiiebe meine neuen Pampuschen heiß und innig!

Pampuschen


Rot ist Programm bei rotlilie, das war so und wird so bleiben! Normalerweise ohne Hände in den Taschen, aber ihr solltet ja die Hose sehen!

Terrasse in Winterlandschaft



Freuen wir uns auf morgen mit Sunny!


Aufgrund eurer lieben Reaktionen habe ich beschlossen: am Sonntag kommt noch was von mir, mit Überraschung!


 



20.1.16

Auf der Nadel I

Bevor ich nächste Woche an einer Bloggeraktion teilnehme - für mich totales Neuland - überbrücke ich die Zeit mit einem Einblick in meine Werkstatt und den Produkten, die mir kürzlich auf der Nadel lagen.
Meine Tochter sollte zu Weihnachten eine Strickjacke bekommen. Die wurde unfertig unterm Baum präsentiert, nachträglich musste ich noch einiges dran ändern, so dass sie erst kürzlich ihre letzte Fassung bekam.
Entstanden ist eine locker fallende kuschelweiche Jacke passend zu Jeans, wie zum Kleid.
Das Material ist eine Mischung aus 80% Alpaka, 15% Schurwolle und 5% Polys. Letztere geben dem Boucle-Gewebe als Grundfaden Stand und Halt.
Design Eigenbau, sehr leicht, sehr warm, sehr ergiebig, sie wiegt kaum 350 Gramm. Der Faden liegt gut in der Hand, verstrickt sich gut, nur beim eventuellen Räufeln muss man aufpassen, die Wolle neigt zum Reißen! Das Garn ergibt ein schönes gleichmäßiges Maschenbild und verzeiht kleine Fehler gnädig.
Ich hätte auf die Knöpfe verzichten sollen, aber die Löcher waren schon da - ich habe fast unsichtbare gewählt...





Ich habe die Marke Drops, die eine große Palette zu sehr guten Preisen anbietet und ökologisch fair gehandelt wird, schon sehr oft verstrickt, auch in den Stirnbändern für da-sempre.
Hier seht ihr eine wundervolle Präsentation vor dem "bahnwärterhäuschen" - Beate, ich war so frei!

16.12.15

Weihnachtsgeschenke

Es geht gleich weiter mit einem kurzen Beitrag, der mir eine Herzensangelegenheit ist.
Sieglinde Graf von da-sempre habe ich hier schon öfter erwähnt. Das kommt nicht von ungefähr. Sie hat maßgeblich Anteil daran, dass ich vor Jahren vom Sofa Richtung öffentlichen Marktplatz spaziert bin mit meinen Strickwerken.
Was aber noch wichtiger ist - sie bietet mir eine Plattform für meine Unikate. Und dafür möchte ich ihr an dieser Stelle ganz besonders danken! Ich weiß das sehr zu schätzen und freu mich darüber. Für sie mache ich auch immer eine Ausnahme, was das Thema vom letzten Post betrifft - weg von der Serie!

Und natürlich werbe ich gern für Ihren Shop - wer noch ein kleines Geschenk braucht für Menschen, die schon alles haben, darf gern bei ihr vorbei schauen.
Der Laden hat rundumdieuhr geöffnet. Wenn das kein Service ist.


   
 rotlilies Stirnbänder im Onlineshop für schöne Dinge



Dies, das und jenes

Hm... jeglicher Kommentar erübrigt sich. Das hier wird nie ein richtiger Blog.
Aber ich mag ihn auch nicht sterben lassen, also geht's nach langer Schreibpause weiter mit diesem und jenem.
Keine Ahnung, ob sich tatsächlich jemand dafür interessiert, was ich auf dem Heimsofa abends vor dem Fernsehgerät so fabriziere. Wer Gefallen daran hat, der darf das lesen, wer nicht, ignoriere es bitte...
Fakt ist, die vergangenen Monate waren arbeitsreich auf allen Ebenen: im Fulltimejob, in der Familie und natürlich strickintensiv.
Das war der Herbst der Großprojekte! Ich hatte und habe anhaltend Lust, wieder mehr Kleidung als Accessoires zu stricken. Das war einige Zeit völlig aus dem Focus, denn für den Markt reichten meine Kapazitäten für solche Überformate schlichtweg nicht aus.
Bleibt also, mich auf weniger ist mehr zu konzentrieren. Unterm Strich heißt dies, weg von der Serie hin zum Einzelprojekt. Und da haben ich und meine Lieben Vorrang. Demnächst. Ich bin noch nicht ganz soweit.
Die Ernte eingefahren habe ich für diese beiden Strickteile. Die weiße Jacke war ein Auftragswerk, mit der Auflage nicht kratzende Wolle zu verwenden. Das Modell ist aus Drops Garnen Cotton-Merino plus zwei Fäden Lace. Das war abendfüllende Kost, bei der mir die Mama geholfen hat, sonst wäre sie wohl immer noch nicht fertig. Die Kundin war zufrieden - ich auch. Dasselbe Modell (Marianne Isager - kein Eigendesign) gibt es in einer wunderbar weichen leichten Kuschelvariante aus Gotländischer Schafwolle - ein Foto wird nachgereicht, ich verspreche es! 



 
Dieser Pullunder,Westover, was auch immer, entstand nach einem älteren Vorbild (ursprünglich ein abgewandeltes Modell von Lana Grossa) , dass seit Jahren in meinen Kleiderschrank wohnt und oft von mir getragen wird. Ich stricke dieses Modell gern, weil es so übersichtlich und schnell fertig ist. Zuletzt gab es die Miniausgabe fürs Enkelkind, leider ohne Foto. Auch hier Drops Garne: Merino-Cotton plus Brushed Alpaca. Nur einen halben Tag auf dem Markt, dann fand er eine Abnehmerin. Ich hoffe, sie wird glücklich damit.





In Arbeit ist ein Weihnachtsgeschenk. Das wird hier natürlich noch nicht verraten.....

















21.7.15

Teamwork



Einen Blog betreiben und nur alle 5 Monate posten verdient den Titel nicht. Es gibt keinerlei Entschuldigung dafür. Allenfalls die, wenn ich nicht stricke, dann hab ich nichts zu berichten. Wobei das so nicht stimmt, denn ich hab ja gestrickt, aber die Ergebnisse sind noch nicht vorzeigbar oder sind im Versuchsstadium stecken geblieben.
Bleibt mir nur, vorzustellen, was unter dem Label rotlilie sonst noch läuft, wenn ich nicht präsent bin. Dafür sorgt die Strickerin Ulla, die fleißig an der Maschine sitzt und so spinnfädenartige Gebilde erzeugt, wie sie hier zu sehen sind und wie ich sie hier schon einmal vorgestellt habe.

Dieses feine Leinengarn aus Litauen kauft sie in einem Laden im Friedrichshain, der von einer jungen Litauerin mit viel Verve und Sinn für alles Wollige geführt wird.  Daraus entstehen diese Ponchos, Schals und Dreiecktücher. Ulla verkauft sie jede Woche mittwochs und sonnabends auf dem Berliner Wochenmarkt am Karl-August-Platz. Das ist auch der Grund dafür, dass es ihre Produkte nicht bis auf die Website schaffen, sie produziert sozusagen von der Hand auf den Tisch.


Dieses Mal gibt es eine Ausnahme: denn Sieglinde vom da-sempre hat bei uns geordert und verkauft ein Modell in mehreren Farben in ihrem wunderbaren Shop für schöne Dinge. Das freut uns sehr,  denn ihr Konzept spricht uns an: auch wir wenden uns an Frauen, die nicht die Dinge von der Stange wollen, sondern an besonderen Kleinigkeiten interessiert sind und dafür auch gern etwas mehr investieren möchten. Eine weitere Gemeinsamkeit eint uns, denn wir sind alle Quer- und Späteinsteiger, die ihr Glück versuchen möchten. Ulla und Sieglinde haben das bereits erfolgreich bewiesen. Bei mir sieht das etwas anders aus, aber ich stehe ja auch noch mit beiden Beinen im vollen Erwerbsleben.
Sieglinde hat noch Winteraccessoires bestellt, die mich bei diesen Temperaturen ins Schwitzen bringen. Die gibt's aber erst später...